Tag Archives | Nachwuchswissenschaftler

Bundesweites «Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft» gegründet

Mit den zentralen Forderungen, das Sonderbefristungsrecht in der Wissenschaft abzuschaffen sowie das deutsche Lehrstuhlprinzip durch demokratische Departmentstrukturen zu ersetzen, endete der Gründungskongress des Netzwerks für Gute Arbeit in der Wissenschaft am 21.01.2017 in Leipzig.

Erstmals ist damit eine bundesweite Plattform geschaffen, über die bereits bestehende Initiativen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen ihre Forderungen kollektiv in die Öffentlichkeit und an die Politik richten können.

Dazu ist hier ein Radiobeitrag zu hören: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2017/01/20/wissenschaftlicher_mittelbau_gruendet_interessenvertretung_dlf_20170120_1448_e9533422.

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Über den Mittelbau in der Soziologie

Die Deutschen Gesellschaft für Soziologie hat eine ausführliche Erklärung und eine Pressemitteilung zur prekären Beschäftigungssituation des akademischen Mittelbaus veröffentlicht. Dieselben Argumente sind seit Jahren von betroffenen Mittelbauer*innen und von der GEW zu hören, aber es ist wichtig, dass sie eine Fachgesellschaft übernimmt und die anderen Fachgesellschaften dazu einlädt, sich für die Herstellung nachhaltig guter Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten aktiv zu engagieren. Continue Reading →

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Beschäftigung an philosophischen Instituten

dgphil-logoIn der Newsletter Nr. 24 der Deutschen Gesellschaft für Philosophie geht es um die Beschäftigungsbedingungen an philosophischen Instituten für die Privatdozent*innen, für die außerplanmäßigen Profes-
sorinnen und Professoren sowie für die Lehrbeauftragten: http://dgphil.de/aktuelles/lesen/datum/2014/07/25/newsletter-nr-24-ist-erschienen/

Die Deutsche Gesellschaft für Philosophie initiiert eine Umfrage unter den Beschäftigten an philosophischen Instituten, um Situation und Verbesserungsbedarfe auszuloten: https://ww2.unipark.de/uc/
Befragungscenter/dgphil/

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Auf einmal fast alles gut im deutschen Wissenschaftsbetrieb? Eine Außenbetrachtung

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“Bitte nur reinschauen”: Oft steht die Tür für den wissenschaftlichen Nachwuchs bloß einen Spalt weit offen (Foto: Christof Mauersberger).

Allerlei Kritisches ist doch zu Lehre und Forschung an deutschen Universitäten berichtet worden. Schluss damit! – meint zumindest Alec Wodtke, Professor in Göttingen und wissenschaftlicher Direktor des dort ansässigen Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie. In seinem Lob auf die Forschungsbedingungen in Deutschland auf Spiegel Online identifiziert Wodtke im Vergleich zum US-amerikanischen System zwei Triebfedern des Erfolgs: „Kreativität“ statt „Kommerz“ und Betonung des Kollektivs statt des Einzelkämpfertums.

Sicherlich sind das grundsätzlich lobenswerte Attribute für Forschende. Wodtkes Lobeshymne übersieht jedoch strukturelle Faktoren in drei zentralen universitären Bereichen: Betreuung, Lehre und Arbeitsplatzsicherheit. In diesen schneidet Deutschland meiner Erfahrung nach schlechter ab als zum Beispiel die stärker kommerzialisierte britische Universitätslandschaft.

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Zustand und Perspektiven des akademischen Mittelbaus – ein Vernetzungstreffen mit Kurzvortrag

20140206 Mittelbau-VernetzungstreffenLiebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

wir, die GEW-Mittelbauinitiative an der Freien Universität Berlin, möchten hiermit alle Wissenschaftlichen MitarbeiterInnen der FU, nicht nur die aktiven Gremienmitglieder, für den 6. Februar zu einem Vernetzungstreffen einladen. Wir wollen damit die Kommunikation zwischen den Instituts- und Fachbereichsräten und den zentralen Gremien stärken und den Austausch über Fachbereichsgrenzen hinweg fördern. Im Fokus steht diesmal die Situation befristet beschäftigter MitarbeiterInnen. Unser Kollege Konrad Leitner von der TU Berlin, Co-Autor der viel beachteten TU-Mittelbaustudie (wir berichteten hier), wird unser Vernetzungstreffen mit einem kurzen Vortrag über die Situation der TU-WiMis einleiten und Fragen beantworten. Continue Reading →

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Tagung 31.01.: “Traumjob Wissenschaft – Wege zum Gelingen”

Herrschinger KodexDie GEW veranstaltet am 31. Januar eine Tagung, auf der, im Anschluss an den Herrschinger Kodex “Gute Arbeit in der Wissenschaft”, die Arbeitsbedingungen von Wisschenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an den Berliner Universitäten diskutiert werden. Ziel ist es, den aktuellen Stand und dabei die Defizite zu identifizieren sowie konkrete Maßnahmen zur Verbesserung anzuschieben. Dazu dienen drei parallele Workshops, deren Ergebnisse (insbs. je 4-5 konkrete umsetzbare Maßnahmen) auf einer Abschlussdiskussion vorgestellt und diskutiert werden. Auf dem Plenum wird neben VertreterInnen der GEW und von FU-Mittelbau auch der FU-Kanzler Peter Lange anwesend sein. Continue Reading →

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TU-Mittelbaustudie 2012: Prekär, aber mit der Betreuung zufrieden

tu-studie2012Seit 2002 untersucht die TU Berlin auf Beschluss ihres Kuratoriums alle fünf Jahre die Arbeits- und Promotionsbedingungen ihrer befristet beschäftigten Wissenschaftlichen Mitarbeiter/-innen. Dabei bleibt ein Kernbereich von Fragen vergleichbarkeitshalber unverändert; ansonsten wird ein Schwerpunkt gesetzt. Kürzlich haben Dana-Kristin Mah, Sascha Kubath und Konrad Leitner nun den 144-seitigen „Bericht zur WM-Studie 2012“ mit dem Schwerpunkt „Work-Life-Balance“ vorgelegt.  Hier werden einige interessante Ergebnisse zusammengefasst: Continue Reading →

Über den wissenschaftlichen Nachwuchs

BundesratÜber den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland ist gerade der zweite Bundesbericht erschienen:

http://www.buwin.de/buwin/2013/

Der Bericht wurde unter Leitung des Instituts für Hochschulforschung (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) erstellt. Er verspricht “fundierte statistische Daten und aktuelle Forschungsbefunde zur wissenschaftlichen Qualifizierung in der Promotions- und Postdoc-Phase sowie zu Karrierewegen, Beschäftigungsbedingungen und beruflichen Perspektiven Promovierter in Deutschland.”

Das gezeichnete Bild bestätigt im Groben unsere Einschätzungen zu ähnlichen Berichten hier, hier und hier.

Nicht zuletzt aufgrund der Erkenntnisse dieser Situationsanalysen haben am 12.03.2013 SPD und B90/Grüne im Landtag Nordrhein-Westfalens eine Bundesratsinitiative zur Änderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes initiiert. Mehr dazu:

http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD16-2276.pdf

Eine genauere Einschätzung des neuen BuWiN 2013 veröffentlichen wir in den kommenden Wochen auf dem Blog.

 

Spiegel Online: “Kettenjobber, Leiharbeiter, Forschungsknechte”

(NS Newsflash/Jon S)

Die Presse berichtet weiterhin über die prekäre Situation von Nachwuchswissenschaftlern, zuletzt bei  Spiegel Online. In dem Artikel “Wissenschaft prekär: Kettenjobber, Leiharbeiter, Forschungsknechte” werden sechs “Einzelschicksale” vorgestellt, von “dem Zuversichtlichen”, über “die Ernüchterte” bis zur “Kettenjobberin” (“Wir sind Leiharbeiter”). Der Artikel bleibt damit hauptsächlich auf der Ebene der Skandalisierung (Untertitel: “Wie junge Wissenschaftler an den Unis geknechtet werden”), eine Hintergrunddiskussion über Ursachen und Lösungen oder genauere Differenzierungen treten dabei natürlich in den Hintergrund. Auch suchen Journalisten für solche Geschichten gerne die skandalisierungsfähigsten Beispiele, aber Einzelfälle sind dies ganz sicher nicht. Insgesamt also ein weiterer Beitrag, der klar macht, dass das Wissenschaftssystem in Deutschland dringend einige strukturelle Veränderungen nötig hat! [Bildquelle]

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ZDF Beitrag “Lehrknechte und Betteldozenten” und Bundestagsanhörung “Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs”

Das ZDF Magazin Frontal 21 hat am vergangenen Dienstag einen Beitrag zum Thema prekäre Beschäftigung von Lehrbeauftragten gesendet. Der Teaser:

Schleuderpreis – ganz wie beim Ausverkauf, wenn es heisst „Alles muss raus”. Doch zu Schleuderpreisen kriegt Deutschland seine Bildungsrepublik nicht hin. An unseren Unis lehren Dozenten, die für ihre Lehrveranstaltungen in etwa so wenig verdienen wie das Reinigungspersonal des Instituts. Viele Lehrbeauftragte hängen jahrelang fest in befristeten prekären Arbeitsverhältnissen. Doch Stellen gibt es immer weniger. Dafür eine wachsende Masse von Studenten. Und die chronisch klammen Unis bauen inzwischen voll auf die billigen Lehrkräfte.

Thematisch dazu passend hat sich der Bundestag am heutigen Mittwoch mit dem Thema Berufswege in der Wissenschaft befasst. Der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung tagte am 28. März 2012 in einem  öffentlichen Fachgespräch zum Thema “Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs” (hier die Tagesordnung).

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Artikel über befristete Arbeitsverträge in der Wissenschaft in der Zeit

In einem Artikel in der Zeit  vom 08.12.2011 mit dem Titel “Von einem festen Arbeitsvertrag können die meisten Wissenschaftler an unseren Unis nur träumen”  kritisiert der Autor Jan Marin Wiarda, die  Auswirkungen von dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz und der  Befristung von Veträgen für Nachwuchwuchswissenschaftler(innen).

Lesenswert: http://www.zeit.de/2011/50/C-Hochschule-Wissenschaftler

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