Archive | Studien

Hinweise auf hochschulpolitisch relevante Studien, z.B. zur Situation des Mittelbaus, zu Karriereunsicherheiten etc.

Die Wahl des Präsidenten und was für den Mittelbau zu erwarten ist (eAS-Bericht)

AS-BerichtIn der ersten Sitzung des Sommersemesters tagte der Akademische Senat in seiner erweiterten Form (eAS). Im Mittelpunkt stand die Neuwahl des Präsidenten der FU und der ersten Vizepräsidentin. In der Präsentation von Präsident Alt und durch Nachfragen kamen dabei am Rande auch die Perspektiven zur Entwicklung des Mittelbaus zur Sprache. Die im AS vertretenen WiMi-Listen hatten dazu im Vorfeld ein Positionspapier zum Academic Development erarbeitet. Continue Reading →

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TU-Mittelbaustudie 2012: Prekär, aber mit der Betreuung zufrieden

tu-studie2012Seit 2002 untersucht die TU Berlin auf Beschluss ihres Kuratoriums alle fünf Jahre die Arbeits- und Promotionsbedingungen ihrer befristet beschäftigten Wissenschaftlichen Mitarbeiter/-innen. Dabei bleibt ein Kernbereich von Fragen vergleichbarkeitshalber unverändert; ansonsten wird ein Schwerpunkt gesetzt. Kürzlich haben Dana-Kristin Mah, Sascha Kubath und Konrad Leitner nun den 144-seitigen „Bericht zur WM-Studie 2012“ mit dem Schwerpunkt „Work-Life-Balance“ vorgelegt.  Hier werden einige interessante Ergebnisse zusammengefasst: Continue Reading →

Über den wissenschaftlichen Nachwuchs

BundesratÜber den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland ist gerade der zweite Bundesbericht erschienen:

http://www.buwin.de/buwin/2013/

Der Bericht wurde unter Leitung des Instituts für Hochschulforschung (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) erstellt. Er verspricht “fundierte statistische Daten und aktuelle Forschungsbefunde zur wissenschaftlichen Qualifizierung in der Promotions- und Postdoc-Phase sowie zu Karrierewegen, Beschäftigungsbedingungen und beruflichen Perspektiven Promovierter in Deutschland.”

Das gezeichnete Bild bestätigt im Groben unsere Einschätzungen zu ähnlichen Berichten hier, hier und hier.

Nicht zuletzt aufgrund der Erkenntnisse dieser Situationsanalysen haben am 12.03.2013 SPD und B90/Grüne im Landtag Nordrhein-Westfalens eine Bundesratsinitiative zur Änderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes initiiert. Mehr dazu:

http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD16-2276.pdf

Eine genauere Einschätzung des neuen BuWiN 2013 veröffentlichen wir in den kommenden Wochen auf dem Blog.

 

Traumjob Wissenschaft? Die Studie des Statistischen Bundesamtes “Promovierende in Deutschland”

(von Doreen Pöschl*) Im Mai 2012 hat das Statistische Bundesamt im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung seine Studie „Promovierende in Deutschland (2010)“ (als PDF) vorgestellt. Schon beim ersten Durchblättern wird offensichtlich, dass die erhobenen Zahlen kaum überraschen. Vielmehr bestätigen sie die bisherigen Annahmen. So verspricht der Titel nicht mehr, als die Studie tatsächlich beschreibt – reines Zahlenmaterial zu Promovierenden in Deutschland im Wintersemester 2010/2011. Jeden quantitativen Forscher wird das freuen, aus qualitativer Sicht wurde damit die Chance vertan, die individuellen Reflexionen und Erfahrungen von Promovierenden in Deutschland zu erfragen. Da der Auftrag für das Statistische Bundesamt aber niederschwellig angelegt war, reichen die Ergebnisse nicht über den Tellerrand hinaus – Bilanzen zu Abbrüchen oder Antworten auf die Frage des Verbleibs der Promovierten sucht man vergebens. An dieser Stelle stellen wir die Studie und einige ihrer Ergebnisse vor. Continue Reading →

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Studie zum akademischen Mittelbau an der FU Berlin

Umfrage

Umfrage

Aufruf zur Teilnahme an unserer Studie zum akademischen Mittelbau

http://www.unipark.de/uc/FU-Mittelbau/

Wer unseren Blog aufmerksam verfolgt, hat u.a. hier und hier gelesen, dass die Initiative FU-Mittelbau in öffentlichen Diskussionen mit dem Präsidium und im Akademischen Senat die Interessen eines bewusst breit verstandenen akademischen Mittelbaus vertreten.

Wir wollen diesen Dialog um die Arbeitssituation, Zufriedenheit und Entwicklungsmöglichkeiten unseres Mittelbaus intensivieren. Dafür benötigen wir entsprechende Daten über die Situation des akademischen Mittelbaus. Wir wollen daraus konkrete Argumente, Vorschläge und Forderungen ableiten.

Für eine solide Datenbasis sind wir auf eine möglichst zahlreiche Teilnahme und Weiterempfehlung der Umfrage angewiesen (Link: http://www.unipark.de/uc/FU-Mittelbau/). Die Umfrage ist bis einschließlich 15.07.2012 freigeschaltet.

Um  Teilnahme bitten wir alle, die an der FU in der Forschung und/oder Lehre tätig sind und zeitlich nach ihrem Studienabschluss (Diplom/Master/Staatsexamen) aber unterhalb einer unbefristeten Professur stehen. Also: Wissenschaftliche Mitarbeiter, Lehrbeauftragte, Stipendiat/-innen, PDs, Doktorand/-innen, Postdoktorand/-innen, Juniorprofessor/-innen usw.

Unsere Umfrage dauert ca. 20-30 Minuten. Die erhobenen Daten werden selbstverständlich anonym behandelt und ausgewertet; ein Rückschluss auf Einzelne ist zu keinem Zeitpunkt möglich. Zentrale Ergebnisse werden wir bald hier auf www.fu-mittelbau.de vorstellen.

Vielen Dank für Ihre Zeit und Unterstützung!

Ihre Initiative FU-Mittelbau

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Deutschlandfunk-Diskussion zur Situation des dt. akademischen Mittelbaus

84% der Mitarbeiter_innen des akademischen Mittelbaus haben befristete Stellen, so aktuelle Zahlen aus der Hochschulstatistik. Dieser Umstand bringt eklatante Probleme mit sich, nicht nur für die Betroffenen Mitarbeiter_innen, sondern auch für Studierende und das System Wissenschaft insgesamt: Die Qualität in der Lehre ist schwerer zu gewährleisten, Forschung orientiert sich stärker als vor Jahren an kurzfristig und leichter erreichbaren Zielen und produziert leichter Mainstreamwissen, denn echte abweichende Innovationen. Änderungsvorschläge gibt es zwar, lassen sich jedoch unter Anderem wegen der Bildungshoheit der Länder nur schwer durchsetzen. Die Bundesregierung plant derzeit die Einführung der Personalkategorie “Associate Professor” analog zum Vorbild aus den USA. Gegenstimmen sehen darin eine Ablenkung vom Problem, denn diese Kategorie gäbe es mit der unbefristeten W2 Professur bereits. Mit dem Tenure Track solle jungen Forschern die Möglichkeit gegeben werden, früher über ihre Chancen im System Wissenschaft informiert zu werden, um einen frühestmöglichen Wechsel zu ermöglichen. Continue Reading →

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Nachlese zur Diskussionsveranstaltung “Unsicherer Berufsweg Wissenschaftler/in?

Logo des Templiner Manifests der GEW

 Am 8. Februar 2012 um 18 Uhr fand im Seminarzentrum der FU Berlin die von der AG FU-Mittelbau und der GEW veranstaltete Diskussionsveranstaltung über  Karrierewege in der Wissenschaft statt. Nach einer Begrüßung und Einleitung durch unsere Moderatorin Julia  Metger begann der hochschulpolitische Experte Klemens Himpele  von der GEW  den Dialog. Eine ausführliche Nachlese…

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Artikel über befristete Arbeitsverträge in der Wissenschaft in der Zeit

In einem Artikel in der Zeit  vom 08.12.2011 mit dem Titel “Von einem festen Arbeitsvertrag können die meisten Wissenschaftler an unseren Unis nur träumen”  kritisiert der Autor Jan Marin Wiarda, die  Auswirkungen von dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz und der  Befristung von Veträgen für Nachwuchwuchswissenschaftler(innen).

Lesenswert: http://www.zeit.de/2011/50/C-Hochschule-Wissenschaftler

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“Mobile Drop-Outs”: Befragung zu Karriereverläufen von wissenschaftlich Beschäftigten

Jährlich verlassen viele junge und erfahrene Wissenschaftler/innen die deutschen Universitäten, um andere berufliche Wege in und außerhalb der Wissenschaft einzuschlagen. Es ist bisher weder die Größenordnung dieses ‚Drop-Outs‘ bekannt, noch was die Beschäftigten dazu motiviert hat, die Universitäten zu verlassen (oder auch zu wechseln) und schon gar nicht, wie ihr weiterer Berufsweg verlaufen ist.

Diesen Fragen geht das Forschungsprojekt »Mobile Drop-Outs – Auf der Suche nach dem ‚verlorenen‘ Nachwuchs« im Rahmen einer Online-Befragung nach. Es sollen verlässliche Daten gewonnen werden, aus denen sich Handlungsempfehlungen für die einzelnen Universitäten wie auch für die Hochschulpolitik ableiten lassen. Ziel ist es, die Karriere- und Beschäftigungssituation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu verbessern. Continue Reading →

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30.000 neue Wissenschaftler benötigt

Prognose des Bedarfs an Mittelbaupersonal

Prognose des Bedarfs an Mittelbaupersonal, Quelle: Gülker 2011: S. 26.

Die Forderung  nach einem größeren Angebot an unbefristeten wissenschaftlichen Stellen nach der Promotion ist Mittelbauangehörigen bekannt und spätestens seit der Veröffentlichung des Templiner Manifests der Gewerkschaft GEW auch bewusst. Nun untermauert eine von der GEW beim Wissenschaftszentrum Berlin in Auftrag gegebene Studie diese Forderung.

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Die Lizenz zum Befristen: Über Hamsterradlogiken und Motivation

Nur 17% aller wissenschaftlichen Mitarbeiter haben in Deutschland unbefristete Verträge.

2009 waren 83% aller wissenschaftlichen MitarbeiterInnen befristet angestelt. 53% aller Zeitverträge an Hochschulen hatten eine Laufzeit von unter einem Jahr, nur 11% von mindestens 2 Jahren. In keinem anderen Sektor ist es Arbeitgebern möglich, Befristungen in solch einem Maßstab ohne sachlichen Grund vorzunehmen. Warum das möglich ist, wozu dies führt und wie Deutschland dabei im internationalen Vergleich da steht, davon handelt dieser Beitrag. Continue Reading →

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GRÜNE fordern “Pakt für den wissenschaftlichen Nachwuchs”

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/die Grünen fordert in einem Antrag einen “Pakt für den wissenschaftlichen Nachwuchs und zukunftsfähige Personalstrukturen an den Hochschulen”. Auch die Linke hat einen eigenen Antrag zum Thema eingebracht. Beide Anträge werden heute in der 84. Sitzung des Deutschen Bundestags (Punkt 16 der Tagesordnung) verhandelt. In dem Antrag der Grünen heisst es bereits im ersten Absatz (!!!) :

Das deutsche Hochschulsystem bietet dem wissenschaftlichen Nachwuchs keine verlässlichen Perspektiven. Befristete Beschäftigungsverhältnisse für hauptberufliche Wissenschaftler/-innen sind inzwischen der Regelfall an den deutschen Hochschulen. Teilzeit trotz Vollzeitaufgaben, nebenberufliche und prekäre Beschäftigungsverhältnisse breiten sich immer weiter aus. Die Karrierewege bleiben oft bis ins fünfte Lebensjahrzehnt unberechenbar. Die Ungewissheit wiegt um so schwerer, als sie in Altersgruppen reicht, in denen sich die Frage nach der Vereinbarkeit von Beruf und Familie besonders drängend stellt.

Daraus ziehen die Grünen den Schluss:

Die Personalstrukturen an den Hochschulen gefährden damit die Qualität und die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Wissenschafts-, Forschungs- und Innovationssystems, das auf die Ausbildungsleistung der Hochschulen und hervorragenden wissenschaftlichen Nachwuchs angewiesen ist.

Die Analyse der Probleme wie auch die Lösungsvorschläge der Grünen für das deutsche Wissenschaftssystem ähneln der Analyse, die wir als FU-Mittelbau für unsere Universität angestellt haben.

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Kongress in Berlin: “Gute Forschung und Lehre – gute Arbeit: Zwei Seiten einer Medaille”

Mit dem Templiner Manifest hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im vergangenen Jahr die Diskussion um die Situation von WissenschaftlerInnen neu aufgemischt. Jetzt findet am 21. Januar in Berlin der  Kongress “Gute Forschung und Lehre – gute Arbeit: Zwei Seiten einer Medaille” statt.

Besonders interessant dürfte die Expertise über den Personalbedarf an deutschen Hochschulen bis 2020 sein, die Dr. Silke Gülker vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) präsentieren wird. Für die Diskussionsrunde mit PolitikerInnen haben bisher die Bundestagsabgeordneten Dr. Stefan Kaufmann (CDU), Dr. Ernst-Dieter Rossmann (SPD), Dr. Petra Sitte (DIE LINKE) und Krista Sager (Bündnis 90/Die Grünen) zugesagt. Hier findet man das Programm und weitere Informationen zur Anmeldung. Anmeldungen sind nur noch bis zum 17. Januar möglich!

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