Archive | Politik

Geflüchtete als Gasthörere/innen an der HU-Berlin

humboldt-universität zu berlin, hauptgebäude, unter den linden 6 10099 berlin foto: heike zappe 10.9.2006

foto: heike zappe

Ab dem Wintersemester können sich Geflüchtete an der HU-Berlin als Gasthörere/innen einschreiben.

Es wäre gut, wenn möglichst viele Geflüchtete zur Infoveranstaltung am 22.9. kämen, da das Ziel der HU ist, dieses Angebot als Pilotprojekt gegenüber der Politik durchzusetzen, damit auch andere Unis folgen können!

Die Politik sagt natürlich, da gäbe es gar keine Nachfrage. Also bitte an Personen und Gruppen weitergeben!

Hier die Links in drei Sprachen:

https://www.hu-berlin.de/de/service/veranstaltungen/veranstaltungen_neu?stat=show&vk_id=4180

https://www.hu-berlin.de/de/service/veranstaltungen/veranstaltungen_neu?stat=show&vk_id=4181 https://www.hu-berlin.de/de/pr/pressemitteilungen/pm1508/pm_150827_00

 

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Wissenschaftsrat fordert verlässliche Laufbahnen und tenure track-Modelle

Der Wissenschaftsrat empfiehlt den Hochschulen, WissenschaftlerInnen zum einen bessere Perspektiven zu bieten, wozu insbesondere das tenure-track-Modell gezählt wird. Zum anderen wird anerkannt, dass es an einer Universität viele Daueraufgaben gibt, die auch entsprechend entfristete Beschäftigte im Mittelbau verlangen. Diese Forderungen sind seit langem verbreitet, finden aber bisher an der FU kein Gehör. Ein Problem der Empfehlungen des Wissenschaftsrates ist, dass wissenschaftliche Mitarbeiter immer an eine Professur gebunden bleiben sollen – und damit von der/dem LehrstelleninhaberIn auch abhängig bleiben, nicht zuletzt was die eigene Forschung angeht oder wenn diese die Universität wechseln. Ein informativer Artikel zu den Empfehlungen des Wissenschaftsrats erschien im Tagesspiegel.

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Lehr-WiMi mit 18 SWS in Berlin – und ein WiMi-Boykottaufruf

(Foto: Valentin Dyckerhoff)

Der Tagesspiegel berichtete über Einzelheiten der vom Berliner Senat initiierten “Berliner Qualitätsoffensive für die Lehre 2012 bis 2016”. Mit dieser sollen 40 Millionen in die Verbesserung der universitären Lehre fließen – allerdings gebunden an eine Bedingung, gegen die sich die Unis gewehrt hatten und die auch vom Mittelbau sehr kritisch gesehen wird. Gleichzeitig ist ein Boykott-Aufrufvon WiMis bekannt geworden, der zu einer Verweigerung gegenüber unzumutbaren Stellenangeboten und Lehraufträgen aufruft! Continue Reading →

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Die FU bleibt Exzellenz-Uni: Ein kritischer Blick

Die Idylle rund um die Leuchttürme des Exzellenzwettbewerbs trügt.

Die bundesdeutsche Exzellenzinitiative hat vor genau zwei Wochen am Freitag, dem 15.06.2012, um 15:30 Uhr ihre Entscheidung bekanntgegeben. In Berlin gehören die Freie Universität weiterhin und die Humboldt-Universität erstmalig zu den Gewinnern und damit in den Reigen der Exzellenzunis. Dies wurde natürlich gefeiert, an der FU mit einem (zwei Wochen vorher angekündigten) Sommerfest am Tag der Entscheidung. Aber gerade in der Siegeslaune lohnt es sich, die Bedeutung der Exzellenz-Initiative für die FU noch einmal kritisch zu betrachten – denn nur wer sich der Schattenseiten bewusst ist, kann zumindest versuchen, diesen Tendenzen entgegenzutreten. Continue Reading →

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Deutschlandfunk-Diskussion zur Situation des dt. akademischen Mittelbaus

84% der Mitarbeiter_innen des akademischen Mittelbaus haben befristete Stellen, so aktuelle Zahlen aus der Hochschulstatistik. Dieser Umstand bringt eklatante Probleme mit sich, nicht nur für die Betroffenen Mitarbeiter_innen, sondern auch für Studierende und das System Wissenschaft insgesamt: Die Qualität in der Lehre ist schwerer zu gewährleisten, Forschung orientiert sich stärker als vor Jahren an kurzfristig und leichter erreichbaren Zielen und produziert leichter Mainstreamwissen, denn echte abweichende Innovationen. Änderungsvorschläge gibt es zwar, lassen sich jedoch unter Anderem wegen der Bildungshoheit der Länder nur schwer durchsetzen. Die Bundesregierung plant derzeit die Einführung der Personalkategorie “Associate Professor” analog zum Vorbild aus den USA. Gegenstimmen sehen darin eine Ablenkung vom Problem, denn diese Kategorie gäbe es mit der unbefristeten W2 Professur bereits. Mit dem Tenure Track solle jungen Forschern die Möglichkeit gegeben werden, früher über ihre Chancen im System Wissenschaft informiert zu werden, um einen frühestmöglichen Wechsel zu ermöglichen. Continue Reading →

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ZDF Beitrag “Lehrknechte und Betteldozenten” und Bundestagsanhörung “Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs”

Das ZDF Magazin Frontal 21 hat am vergangenen Dienstag einen Beitrag zum Thema prekäre Beschäftigung von Lehrbeauftragten gesendet. Der Teaser:

Schleuderpreis – ganz wie beim Ausverkauf, wenn es heisst „Alles muss raus”. Doch zu Schleuderpreisen kriegt Deutschland seine Bildungsrepublik nicht hin. An unseren Unis lehren Dozenten, die für ihre Lehrveranstaltungen in etwa so wenig verdienen wie das Reinigungspersonal des Instituts. Viele Lehrbeauftragte hängen jahrelang fest in befristeten prekären Arbeitsverhältnissen. Doch Stellen gibt es immer weniger. Dafür eine wachsende Masse von Studenten. Und die chronisch klammen Unis bauen inzwischen voll auf die billigen Lehrkräfte.

Thematisch dazu passend hat sich der Bundestag am heutigen Mittwoch mit dem Thema Berufswege in der Wissenschaft befasst. Der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung tagte am 28. März 2012 in einem  öffentlichen Fachgespräch zum Thema “Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs” (hier die Tagesordnung).

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Nachlese zur Diskussionsveranstaltung “Unsicherer Berufsweg Wissenschaftler/in?

Logo des Templiner Manifests der GEW

 Am 8. Februar 2012 um 18 Uhr fand im Seminarzentrum der FU Berlin die von der AG FU-Mittelbau und der GEW veranstaltete Diskussionsveranstaltung über  Karrierewege in der Wissenschaft statt. Nach einer Begrüßung und Einleitung durch unsere Moderatorin Julia  Metger begann der hochschulpolitische Experte Klemens Himpele  von der GEW  den Dialog. Eine ausführliche Nachlese…

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Artikel über befristete Arbeitsverträge in der Wissenschaft in der Zeit

In einem Artikel in der Zeit  vom 08.12.2011 mit dem Titel “Von einem festen Arbeitsvertrag können die meisten Wissenschaftler an unseren Unis nur träumen”  kritisiert der Autor Jan Marin Wiarda, die  Auswirkungen von dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz und der  Befristung von Veträgen für Nachwuchwuchswissenschaftler(innen).

Lesenswert: http://www.zeit.de/2011/50/C-Hochschule-Wissenschaftler

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Qualitätssicherung der Studiengänge: Akkreditieren mit System – AS-Bericht vom 14.09.2011

In der Sitzung des Akademischen Senats (AS) am 14. September 2011 wurde allein ein Thema diskutiert: die so genannte Systemakkreditierung. Grundsätzlich musste entschieden werden, wie die Qualität der Studiengänge an der Uni zukünftig überprüft und gewährleistet werden soll. Auch der Tagesspiegel berichtete über die Sitzung. Worum geht es also in den Diskussionen um Qualität und Akkreditierung?

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viadrina[at]work initiiert offenen Brief an Ministerpräsident Platzeck

Die Brücke verbindet Frankfurt Oder mit Słubice (Foto: Ralf Lotys)

Auch an der Uni-Viadrina in Frankfurt (Oder) hat sich eine Gruppe von wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen und Lehrbeauftragten gebildet, die die schlechten Arbeitsbedingungen und die unsicheren Perspektiven thematisiert. Die Gruppe, die im Sommersemester 2011 entstanden ist und sich viadrina[at]work nennt, hat nun einen Brief an den brandenburgischen Ministerpräsidenten Platzeck gegen die geplanten Kürzung im Hochschulbereich geschickt.

Der Brief wurde von Vertreter_innen aller neun brandenburgischen Hochschulen unterschieben und ist hier zu lesen: http://offenerbrief2011.wordpress.com/. Über den weiteren Verlauf der Aktionen werden wir euch informieren.

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Williamson wusste es schon früh: Gefährliche Transaktionen für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Das Strecken nach der Möhre

Wie bei den Früchten des Tantalos: WiMis strecken sich vergeblich (Zeichnung: Salomea).

Die prekäre Lage des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Gegenwart und dessen unsicheren Berufsaussichten in der Zukunft werden seit einiger Zeit intensiver diskutiert. Themen wie befristete Verträge, Vollzeitarbeit bei Teilzeitverträgen oder auch strukturell bedingte Abhängigkeiten sind hier oder in anderen Foren und Medien wiederholt besprochen worden. Besonders interessant erscheint in diesem Zusammenhang das Paradox, dass fast alle Nachwuchswissenschaftler_innen trotz bescheidener Zukunftsaussichten sehr gerne ihrer Arbeit nachgehen. Continue Reading →

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